Verfärbt nochmal – Tipps zum Entfärben der Haare

Farbspiele - was tun, wenn sie misslingen?

Ob beim Friseur oder im Do-It-Yourself-Verfahren: Manchmal kann die neue Haarfarbe ziemlich daneben gehen. Der Schrecken ist groß, wenn aus dem angedachten Schokobraun plötzlich ein Schwarz wird oder der edle Aubergineton eher an die Farbe der Milka-Kuh erinnert. Hier heißt es, Ruhe bewahren und die frisuren.net Tipps zum sicheren Entfärben der Mähne beachten.

Farbspiele - was tun, wenn sie misslingen?
Bunte Haarpracht: Wenn die neue Haarfarbe nicht den Vorstellungen entspricht, helfen die Haar-Entfärbe-Tipps von frisuren.net

Tipp 1: Hausmittel zum Abschwächen der Farbe

Ist der Grundton kein Desaster, dann genügt es, die neue Haarfarbe etwas aufzuhellen. Hierfür sind „Hausmittel“ sehr beliebt: Von Backpulver über Kamillentee-Spülung bis zu Zitronensaft. Tatsächlich können diese Methoden helfen, das Haar um eine halbe bis eine Stufe heller zu machen. Wer noch mehr aufhellen möchte, kann es mit einem Haarpeeling versuchen. Die Tiefenreinigung hilft dabei, die Farbpigmente schneller aus dem Haar zu lösen. Ist die Blondierung zu gelbstichig ausgefallen, helfen Silbershampoos: Diese eigentlich für graue Haare entwickelten Produkte neutralisieren den Gelbstich durch Anlagerung komplementärer, violett-blauer Farbpigmente.

Tipp 2: Entfärben dauerhafter Colorationen

Bei Farbunfällen mit „dauerhaften Colorationen“, also Haarfarben, die sich laut Hersteller nicht auswaschen lassen, müssen härtere Geschütze aufgezogen werden: Professionelle Haarentfärber entziehen in einer chemischen Reaktion den Haaren die durch die Coloration eingelagerten Farbmoleküle. Die Prozedur dauert etwa 2 Stunden. Der Hersteller verspricht, dass das Produkt die Haare nicht zusätzlich schädigt. Nach einer Anwendung ist eine gute Feuchtigkeits- und Proteinkur jedoch Pflicht. Die Haarentfärber für den Hausgebrauch eignen sich besonders für – bis auf die misslungene Coloration – unbehandeltes Haar. Leider bekommt man durch die Anwendung der Entfärber in den seltensten Fällen zu 100% die natürliche Haarfarbe zurück. Meist fällt das Ergebnis am Haaransatz heller aus, als in den Haarlängen. Um einen gleichmäßigen Farbton ins Haar zu zaubern, bleibt nach der Entfärbung meist nur wieder der Griff zur (Soft-)Haartönung.

Tipp 3: Wann der Profi ran muss

Sind die Haare vorblondiert, besonders angegriffen oder gar mehrfach hintereinander in diversen Nuancen gefärbt worden, bleibt zum Zweck des Entfärbens nur noch der Gang zum Friseur. Je nach Ausgangshaarfarbe, der Haarstruktur und der neuen Wunschhaarfarbe, arbeitet der Profi mit unterschiedlich starken Blondierwäschen oder hellt das Haar im Ganzen oder strähnenweise auf. Im Anschluss daran werden unerwünschte Farbstiche im aufgehellten Haar mit speziellen Tönungen neutralisiert. Das Haar übersteht diese Prozedur nur dann unbeschadet, wenn es anschließend sorgfältig gepflegt wird. Hierzu gibt einem der Profi selbstverständlich die passenden Produkte an die Hand.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: „Natürliche“ Haarfärbemittel wie Henna lassen sich weder auswaschen noch entfärben. Auch das Überfärben mit chemischen Produkten gestaltet sich schwierig. Daher sollte bei derart vorbehandeltem Haar unbedingt der Friseur des Vertrauens in den Farbwechselwunsch einbezogen werden.

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