SOS Haarausfall! Was wirklich dagegen hilft

Haarausfall

Wenn plötzlich mehr Haare in der Haarbürste stecken oder gar das Kopfkissen am Morgen mit ausgefallenen Haaren überzogen ist, läuten die Alarmglocken. Haarausfall kann genetisch, hormonell oder manchmal sogar ernährungs- bzw. allergiebedingt sein. Damit die Therapie gegen das Übel erfolgreich ist, müssen zunächst die genauen Ursachen abgeklärt und die passenden Mittel gegen das lichter werdende Haar angewendet werden. frisuren.net verrät heute alles rund um das SOS-Thema.

Haarausfall
Fallen die Haare aus, kann nur der Dermatologe die korrekte Diagnose stellen und die passende Medikation anwenden. Dann können die Haare bald wieder gesund und kräftig nachwachsen!

Haarverlust – wie viel ist noch „normal“?

Sind Haare, Kopfhaut und Hormonhaushalt intakt, verlieren wir bis zu 100 Haaren am Tag. Das klingt zunächst nach viel, entspricht aber dem normalen Haarlebenszyklus, wie er auch von Dermatologen und Friseuren als Norm betrachtet wird. Jedes einzelne Haar befindet sich:

  • 2 bis 6 Jahre in der Wachstumsphase,
  • 1 bis 2 Wochen im Übergangsstadium und
  • 2 bis 4 Monate im Ruhestadium.

Danach fällt das Haar aus. Da die Haare sich alle stets in unterschiedlichen Stadien des Haarlebenszyklus befinden, fallen täglich ein paar Haare aus. Sind es mehr als 100 Haare am Tag, also wenn die Haare beispielsweise beim Waschen fast schon strähnenweise ausfallen, ist ein Besuch beim Dermatologen dringend anzuraten.

Die häufigsten Ursachen für Haarausfall

Mittlerweile sind die Ursachen für Haarausfall relativ genau untersucht. Zu den häufigsten Gründen des Haarverlusts gehören:

  • Die genetische Veranlagung: Im Fachjargon als „androgenetische Alopezie“ bezeichnet, ist sie die häufigste Ursache für Haarausfall. Bei etwa 80-90 % der Patienten wird diese Diagnose gestellt, wobei Männer ebenso wie Frauen betroffen sein können.
  • Hormonelle Schwankungen sind bei Frauen und Männern ebenfalls ein häufiger Grund für Haarausfall: Ausgelöst durch Fehlfunktionen der Schilddrüse oder durch Medikamente, die in den Hormonhaushalt eingreifen, lässt sich diese Ursache für Haarausfall jedoch meist gut in den Griff bekommen.
  • Störungen des Immunsystems führen zum sogenannten kreisrunden Haarausfall, auch als „Alopecia areata“ bezeichnet. Betroffen sind Kinder und Erwachsene, Frauen und Männer.
  • Entzündungen der Kopfhaut können entweder durch Immunsystemstörungen (Lichen ruber, Lupus erythematosus) oder durch Pilze und Bakterien hervorgerufen werden.
  • Schwere Infektionskrankheiten, Mangelerscheinungen, Schockzustände und psychische Erkrankungen können in einigen Fällen auch zu Haarausfall führen. Ebenso wie Medikamente, die sich auf die Zellteilungsfunktionen auswirken (Psychopharmaka, Lipidsenker, Blutverdünner, Beta- oder Hormonblocker, etc.).

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Was aber tun, wenn die Haare ausfallen und lichter werden? Zunächst einmal ist von wahllosen Experimenten mit Drogerieprodukten dringend abzuraten! Sobald auffällt, dass mehr Haare als „normal“ ausgehen, sollte dringend der Dermatologe zu Rate gezogen werden. Der Arzt untersucht Haare, Kopfhaut, Immunsystem und Hormonhaushalt und entscheidet dann, je nach Diagnose, über die richtige Art und Dauer der Medikation.

Manche Hautärzte haben sich sogar auf das Thema Haarausfall und Haarerkrankungen spezialisiert oder bieten „Haar-Sprechstunden“ an. Eine gute Übersicht über derartig spezialisierte Praxen findet man unter www.haarerkrankungen.de

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